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Zur Entstehung der Aachener Printen gibt es zahlreiche Sagen, Geschichten
und sogar wissenschaftliche Abhandlungen. Im Jahr 1656 brach in Aachen eine Feuersbrunst aus, die noch heute als
der große Stadtbrand bekannt ist. Von 5300 Häusern wurden damals 4664
Opfer der Flammen. Kein Wunder , dass in der Folgezeit Not und Hunger die
Aachener Bevölkerung plagten. Die Versorgung mit Lebensmittel war eher
dürftig. In dieser Notlage erinnerte sich ein betagter Bäcker an ein
einheimisches Gebäck welches ehedem des Kaiser Karls Lieblingsgebäck
gewesen war. Leider konnte sich niemand mehr an das Rezept erinnern, was zur
Folge hatte, dass nun jeder Bäcker versuchte sein eigenes Rezept zu
entwickeln. Die Ergebnisse waren alles andere als zufriedenstellend. Obwohl
man sich sicher war, dass Karl der Große das Originalrezept mit ins Grab
genommen hatte, wollte man doch die Totenruhe des großen Kaisers nicht
stören.
Es war wie so oft der Übereifer der Jugend der die Lösung des Problems
erbrachte.
Ein Bäckerlehrling fasste den Plan die Gruft des Kaisers zu suchen und das
Rezept zu besorgen. Leider war aber schon damals die genaue Lage der
kaiserlichen Ruhestätte nicht bekannt. Wie so oft in Aachen trat als
vermeintlicher Helfer in der Not der Teufel auf den Plan. Er schlug dem
Bäckerlehrling ein Geschäft vor. Er, der Teufel, führe Ihn in die Gruft
und als Lohn dafür besorge der Bäckerbursche den Schlüssel zur
Schatzkammer.
Wie Bäckerburschen so sind ging der Junge auf den Deal ein und dachte sich:
"Was
ein Marktweib konnte, kann ich auch!"
In der nächsten Nacht erschien der Teufel und führte den Burschen zum Grab
Karls. Vor Aufregung und vielleicht auch aus Furcht zitternd, trat der
Lehrling an das Grab des Kaisers. Langsam öffnete dieser die Augen und
fragte streng nach dem Grund der Störung. Der Knabe schilderte die Notlage
der Stadt. Der Kaiser sagte: "Ohne mich können wohl die Aachener nicht
leben. Da ich die Stadt und die Menschen stets geliebt habe werde ich
natürlich helfen!"
Er händigte dem Jungen das Rezept aus und Schloss wieder die müden Augen.
Der Lehrling eilte aus der unheimlichen Gruft zu seinem Meister.
Der Meister war zunächst entsetzt, sah jedoch sogleich auch den
wirtschaftlichen Vorteil der Aktion.
Die Printen nach dem alten Rezept waren wie man heute sagen würde ein
Renner. Sie wurden sehr bald weit über die Stadt hinaus bekannt und
verkauft.
Als er schon nicht mehr an sein Versprechen dachte, erschien dem pfiffigen
Lehrling der Teufel und forderte seinen Lohn. Der Bäckerlehrling wollte de
Teufel gnädig stimmen und bot ihm ein Backblech mit frischen Aachener
Printen an.
Betört von dem Duft und Geschmack des Gebäcks verspeiste der finstere
Gesell die Printen so gierig, dass er das Backblech mit verschlang. Geplagt
von wahrhaft höllischen Leibschmerzen verschwand der Belzebub in das Reich
der Finsternis.
Wieder war es einem schlauen Aachener gelungen, im Pakt mit dem Teufel
Aachen zu dienen und dem Bösewicht ein Schnippchen zu schlagen.
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