Die Jakobstraße

  

 
  Vom Markt bis zur Schanz reicht die nach Westen führende Ausfallstraße, deren Ursprung bis ins 13. Jahrhundert reicht. Benannt ist die Straße nach der Kirche St. Jakob, erstmals erwähnt um 1165. St. Jakob ist die älteste Aachener Pfarrkirche. Die Pilgerstraße nach Santiago di Compostella in Spanien führt über die Jakobstraße.
Bis zum Jahr 1886 stand die Jakobskirche dort, wo sich heute an der Abzweigung zur Vaalserstraße die Kreuzigungsgruppe befindet.

Die Jakobstraße hat in Aachens Geschichte immer wieder eine Rolle gespielt.
Im Jahr 1278 wurde der Graf von Jülich zusammen mit seinen Söhnen in der Jakobstraße erschlagen. Das Denkmal vom "Wehrhaften Schmied" erinnert an diese Tat, obwohl die Täter Metzger waren. Geschichte und Geschichten vermischen sich halt gerne und der mächtige Schmied macht als Brunnengestalt ja auch mehr Eindruck als ein Metzger.

Der Aachener Stadtbrand ging am 2. Mai 1656 von der Jakobstraße aus. Zuerst brannte die Backstube eines Bäckers und schließlich, als alle Löschversuche scheiterten, fielen dem Feuer ca. 4600 Häuser zum Opfer.
 
 
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©Helmut Koch